Aktueller Stand

Die estaltung des Gartens

Eine grobe Skizze, Details siehe unten

Die Maße des Garten kenne ich ehrlich gesagt nur annähernd, er ist ca. 5,5 m breit und ca. 18 m lang, also knapp 100 qm groß. Die Form ist natürlich nicht sehr ideal - ein langer schmaler Schlauch, auf einer Ost-West-Geraden. Im West befindet sich unsere große Scheune, die in meinem Garten die Sonne immer etwas eher untergehen läßt als anderswo, im Süden trägt ein alter, hoher Holzzaun seinen Teil zum Schattendasein meiner Pflanzen bei, und im Norden und Osten haben wir vor wenigen Jahren den dortigen maroden Holzzaun durch einen Maschendrahtzaun ersetzt. Dieser ist zwar nicht besonders schön, aber er hindert immerhin die Hühner daran, sich auf meine Beete zu stürzen...
Entlang des Hühnerzauns, also an der Nordseite, befindet sich eine schmale Blumenrabatte, früher liebevoll von der Omi angelegt, zwischenzeitlich etwas verwildert, 2003 aber in einer schweißtreibenden Aktion umgemodelt - ich war absolut gespannt auf das Ergebnis und ich muß sagen, es ist meinem Ideal schon ein Stück näher gekommen (wobei ich natürlich nie zufrieden sein werde und immer wieder Änderungen vornehme...). Besonders angetan haben es mir ja die alten Rosenstöcke - leider namenlose Gestalten, aber die Hauptsache ist ja nicht die Herkunft, sondern daß sie toll blühen und duften.
Außerdem wachsen noch zwei uralte Obstbäume bei mir, ein Apfel und eine Pflaume. Letztere war schon sehr angegriffen, und im Winter 2004/2005 haben wir sie radikal geköpft. Im Frühling 2006 hatte sie auch wieder begonnen, frisch auszutreiben - und mit einem Schlag vertrockneten alle Blätter! Da in unserem Dorf zu dieser Zeit fast sämtliche Pflaumenbäume von einem Virus befallen waren, nehme ich mal an, daß auch unser armer Baum dem Virus zum Opfer fiel. Etliche Zeit stand der Stamm dann mit seinen paar Trieben einfach nur da - ich konnte mich nicht entschließen, ihn zu beseitigen, weil dann an der Stelle etwas "Hohes" fehlt. Aber irgendwann mußten wir ihn doch kappen, damit nicht andere Krankheiten Einzug halten (es wuchs schon ein Pilz...) Der Apfelbaum wurde im Winter 2006/2007 stark verschnitten, und er scheint es halbwegs gut überstanden zu haben. Die Äpfel waren immer nur sehr kleine "Schußkullern", der Rückschnitt hatte auf jeden Fall eine Auswirkung auf die Früchte: es waren natürlich weniger, dafür aber zwei bis dreimal so groß wie vorher!
Ansonsten gibt es als "Gehölz" noch einen alten, hellviolett-blühenden Flieder, der mein Baldrianbeet und die erste Wiese überschattet (weshalb wir ihn im Winter 2008/2009 etwas gelichtet haben), sowie eine hakelige Stechpalme. Letztere ist ja eigentlich nicht so mein Geschmack, aber da sie nun mal da ist - außerdem zeigt sie im April süß duftende, leuchtend gelbe Blüten, was in der Jahreszeit auch nicht zu verachten ist. Seit der Hochzeit 2002 wächst am Ostende eine kleine Korkenzieherhaselnuß, welche 2004 sage und schreibe eine ganze (Susi-)Hand voll Nüsse getragen hat, seitdem aber stetig mehr Ertrag bringt und sich still und heimlich bestimmt verdreifacht hat, was die Kronengröße angeht...
Ich baue nun mittlerweile mehr als 40 Kräuterarten an, um nur einige zu nennen: Melisse, Pfefferminze, Salbei, Ysop, Johanniskraut, Lavendel, Thymian, Rosmarin, Sonnenhut, Kamille, Fingerhut, Waldmeister, Arnika, Mutterkraut, Seifenkraut, Baldrian, Bärlauch, Koriander, Wermut, Alant, Eibisch, Beinwell u.v.a. (Letztere vier wachsen alle entlang des Südzauns, also am Rand, da sie doch sehr groß werden und sonst die Sicht versperren...) Früher habe ich noch wesentlich mehr Pflanzen selbst aus Samen herangezogen, aber die Arbeitswelt fordert ihren Tribut - mittlerweile kaufe ich hauptsächlich Pflanzen anstelle Sämereien...
Auf der restlichen Fläche, und zwar auf den Beeten 2,3, und 4 in der Skizze, baue ich noch ein bißchen Gemüse an - winzige Mengen Bohnen, Erbsen, Salat, Möhren, Chicorree, Rettich, Zwiebeln und Radieschen. Das Gemüse zu ernten und zu verarbeiten ist denn doch zu mühsam, finde ich. (Außerdem mißbrauchen die Scheunenkatzen meine schönen lockeren Beete für ihre wichtigen Geschäfte, und daher erntet und ißt man davon nicht gern...) Deshalb werde ich in Zukunft wohl immer weniger Gemüse anbauen oder nur ganz Robustes, z.B. Kartoffeln, und ansonsten lieber mehr Kräuter und Tulpen. Und nicht zu vergessen natürlich die unentbehrlichen Küchenkräuter, Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Majoran, aber die wachsen ja zum Glück in jedem Eckchen...

Beetgestaltung 2004